Unternehmensportrait in „business im Breisgau“, Ausgabe Mai 2019

Eigene Rechenzentren für unternehmenskritische Daten und die Cloud als virtueller Werkzeugkasten: Die Continum AG aus Freiburg bietet sichere und flexible IT-Lösungen für Mittelstand und Global Player.

„Heutzutage muss man keine IT mehr kaufen, Rechenpower lässt sich unkompliziert mieten“, sagt Julian Sayer, Vorstand bei Continum. Viele der Kunden kommen aus dem Mittelstand. Aber auch Unternehmen wie Lufthansa, die Sick AG und MTU betreuen der Diplom-Ingenieur und sein Team. Abstriche in Punkto Datensicherheit mache das dreißigköpfige Team in der fünften Etage des Freiburger Hauptbahnhofs nicht.

„Sicherheit ist unser Schwerpunkt“, sagt Sayer. Die Liste der entsprechenden Zertifikate ist lang. Sogar der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS) hängt bei Continum an der Wand. Damit können auch sensible Kreditkarteninformationen verarbeitet werden. „Dazu bedarf es extrem hoher Sicherheitsanforderungen, nur wenige Betreiber sind dazu überhaupt in der Lage“, betont der Ingenieur. Um dieses Level zu halten, werde Continum jährlich durch externe Dienstleister auditiert.

Unternehmenskritische Applikationen wie Online-Shops oder Waren-Wirtschaftssysteme seien im Hause Continum somit gut aufgehoben. Die dazu notwendige Rechenleistung ließe sich jederzeit bedarfsgerecht anpassen: „Nach oben decken wir alles ab.“ Ein Beispiel für einen zufriedenen Kunden ist der Hockenheimring. Dieser zahle für die IT-Infrastruktur nur das, was er tatsächlich verbrauche. So herrsche auf der Internetseite der Rennstrecke das gesamte Jahr kein außergewöhnlicher Verkehr. Um aber den rapide steigenden Klickzahlen zum Formel-1-Rennen gerecht zu werden, geben im August auch die Server Vollgas. Nach dem Ansturm werde dann die Leistung samt Kosten zurückgefahren.

Neben eigenen Rechenzentren bietet Continum auch Cloud-Dienstleistungen, um aufwändige Applikationen wie Crashtestsimulationen zu berechnen. „Wir verstehen uns als Anwalt des Kunden und begleiten unsere Kunden in die Cloud“, sagt der 52-Jährige. Die meisten Clouds stammten von amerikanischen Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Google. Dort würden Geschäftskunden ihre Daten aber ein Stück weit aus der Hand geben und dadurch Unsicherheiten entstehen.

Damit der Wolkenbruch ausbleibt und Klienten nicht im Regen stehen, unterstützt Continum diese auf dem Weg in die Cloud und durch Hosting in den eigenen Rechenzentren in Karlsruhe und Freiburg. Diese würden nach strengen deutschen Gesetzen geführt. „Wir sitzen praktisch auf den Daten“, sagt Kristina Ettrich-Schmitt von Continum und deutet auf das untere Stockwerk, in dem sich eines der Rechenzentren befindet. Bei Trump wisse man schließlich nie, ob über dem Teich nicht doch mal ein Türchen geöffnet wird.

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